Page 6

SWBR_magazin_01_2018

In den vergangenen Wochen glich die Freibadanlage in Marzoll einer Großbaustelle. maß 1,20 Meter. Außerdem gab es für Kinder … jedes Jahr rund 50.000 Besucher nach Marzoll ins Freibad kommen? … dass die Buslinie 1 direkt vor dem „Bachei“ hält? … es ab der Saison 2018 ein „Bachei-Ticket“ gibt? Das ist eine Kombitageskarte für Bus & Freibad um nur 7,00 € (Kinder zahlen die Hälfte). Nähere Infos fi nden Sie auf unserer Homepage www.stadtwerke-bad-reichenhall.de … der Kiosk im „Bachei“ künftig am Freitag bis 22 Uhr geöff net hat. DAHOAM — Magazin der Stadtwerke Bad Reichenhall 6 Mit Baggern wurden riesige Mengen Erdreich bewegt um den Schwarzbach auf einer Länge von rund 150 Metern zu verlegen. Das verleiht der ganzen Anlage einen alpinen Charme. Trittsteine führen über den Bach und zu den Liegewiesen dahinter, wo naturbelassene Grünfl ächen abgetrennt sind. Dort wo der Schwarzbach bis dato verlief, steht nun eine locker gestaltete Natursteinmauer, die im Falle eines Hochwassers die Schwimmbecken absichert. „Die Kombination aus Freibadbecken und naturnahem Wasserbereich gibt es in der Region sonst nirgends, es erinnert fast ein wenig an die Ursprünge des Bads“, freut sich Jörg Schmitt, Vorstand der Stadtwerke Bad Reichenhall, die im vergangenen Jahr das Freibad in Marzoll übernommen haben. Moorbad in schönster Lage Bereits Ende der 1930er Jahre gab es im Ortsteil Schwarzbach / Marzoll ein Schwim m - bad. In einem entsprechenden Zeitungsartikel aus dem Jahr 1939 kann man nachlesen, dass Anna Roider der Gemein de dafür ein 8.500 m2 großes Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Dort errichteten die Bürger in Eigenregie eine Talsperre und stauten das Wasser des Schwarzbaches auf. So entstand eine für den Badebetrieb nutzbare Fläche von 6.300 Quadratmetern, die durch Geländer in ein Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken unterteilt war. Der Schwimmerbereich hatte eine Tiefe von 3,60 Metern, der Nichtschwimmerbereich Stiegen führten in und aus dem Wasser und zu den Kabinen und den sanitären Anlagen, die erhöht auf der Böschung in einem Holzbau untergebracht waren. Das aufgestaute Wasser des Schwarzbachs war Moorwasser und entsprechend trüb. Allerdings kam es bei Sonnenschein verhältnismäßig rasch auf eine angenehme Badetemperatur und der Zu- und Ablauf sorgte für stetige Erneuerung. Im Zeitungsartikel von 1939 heißt es weiter: „Wir dürfen vorweg nehmen, daß das Marzoller Schwimmbad eine Anlage darstellt, wie man sie wirklich nur selten fi nden wird. Die Lage des Bades ist herrlich. In dem breiten Becken spiegelt sich der langgestreckte Rücken des Untersberges, silbern grüßt der Schneegipfel des Watzmann herüber, die Zacken des Lattengebirges, die Loferer Steinberge, Sonntagshorn, Zwiesel und Staufen schließen sich in weitem Rund an.“ Das Freibad mit seinen heutigen Beckenformen wurde 1966 erbaut, von 1987 bis 1988 generalsaniert und das Planschbecken neu angelegt. Es kamen drei behinderten- und kinderwagengeeignete Durchschreitebecken hinzu und für die Badewassertemperierung wurde ein zweiter Heizkreis mittels Wärmepumpe in Betrieb genommen. 1998 hat man die Sanitäranlagen erneuert und Hubschrauber brachte Kletterwand Seit dem Übergang des Freibads von der Stadt auf die Stadtwerke gibt es seit 2017 stetig Neuerungen, wie öff entlich zugängliches W-LAN und verschließbare Fächer in denen Smartphones gleichzeitig ihre Akkus aufl aden können. Auch ein neues Beachvolleyballfeld wurden bereits umgesetzt und spricht nicht nur jugendliche Besucher an. Heuer erwarten die Gäste neben dem Schwarzbach in neuem Glanz noch weitere Attraktionen: Am Rand des Springerbeckens steht nun eine sechs Meter hohe und 1,6 Tonnen schwere Wasserkletterwand, die mittels Hubschrauber eingesetzt worden ist. Der Kleinkinderbereich wird seit dieser Saison mit zwei fünf Meter großen Schirmen beschattet. Auch mehrere Wasserspielgeräte wurden angeschaff t und laden zum Spielen ein. Und statt der alten Umkleidekabinen neben dem Schwimmerbecken gibt es nun einen neuen Aufsichts turm samt Sanitätsraum und Umkleiden. Im Notfall kann er von einem Rettungswagen direkt angefahren werden. Der Kiosk versprüht im Außenbereich eben falls neuen alpinen Flair und ist innen deutlich vergrößert und modernisiert. Ein Blockheizkraftwerk sichert künftig eine konstant 25 Grad warme Wassertemperatur. Die Parkplätze werden ausgebaut, es stehen künftig rund 150 markierte Stellfl ächen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Wiesen-Ausweichparkplatz. „Wir freuen uns sehr, heuer richtig durchstarten zu können. Unser neunköpfi ges Team um Betriebsleiter Werner Fagerer ist bereit“, betont Jörg Schmitt und hat seine Badetasche schon gepackt. Wussten Sie, dass … einen großzügigen Planschbereich. Stieund einen Kinderspielplatz errichtet. Das Freibad anno 1966. www.stadtwerke-bad-reichenhall.de


SWBR_magazin_01_2018
To see the actual publication please follow the link above