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SWBR_magazin_01_2018

UNGEDULDIG, SPONTAN UND EIN BISSCHEN VERRÜCKT Hinter Snowboarderin Ramona Hofmeister liegt eine erfolgreiche Saison. Mit der Bronzemedaille in Pyeongchang hat sich die 21-Jährige einen Traum erfüllt. Dazu noch Siege in Bad Gastein und Rogla (Slowenien) und Platz 3 im Gesamtweltcup. Die Verschnaufpause bis zum nächsten Schneetraining ist nur kurz. Wir haben die Sportlerin in Bischofswiesen besucht. DAHOAM — Magazin der Stadtwerke Bad Reichenhall 10 Text: Kathrin Thoma-Bregar Jenner, Watzmann, Hochkalter. Wenn Ramona Hofmeister aus ihrem Wohnzimmer schaut, könnte der Ausblick fantastischer nicht sein. Seit Januar lebt sie mit ihrem Freund Johannes Höpfl, ebenfalls Snowboarder, in den eigenen vier Wänden in der Stanggaß. Alles ist etwas sporadisch. Viele Möbel fehlen noch. Die Wände sind kahl. In der Küche stapeln sich Kisten und Kartons. Aber Schnickschnack ist eh nicht Ramonas Ding. Sie mag es lieber clean, reduziert und puristisch. Nur das Riesensofa im Wohnzimmer musste sein. Ramonas Elternhaus ist fast in Sichtweite. Ganz woanders hinzuzuziehen, wäre für sie nicht infrage gekommen. „Ich brauche die Berge“, sagt sie. Jedenfalls im Moment. Ramona Hofmeister ist jemand, der ganz im Hier und Jetzt lebt. Pläne schmiedet sie nicht groß im Voraus. Sie konzentriert sich auf das, was konkret ansteht. Und im Moment ist das der letzte Ausbildungsabschnitt an der Polizeischule in Ainring. Wenn alles glatt läuft, ist sie Ende Juli fertige Polizeimeisterin. „Ich hoffe, dass ich dann ein bis zwei Wochen frei habe und Urlaub machen kann“, sagt sie. Auch wenn sie den Winter mag und ihr Kälte nichts ausmacht – „mir ist immer eher zu warm – mal kurz ans Meer fahren wäre schön“. Am liebsten mit dem eigenhändig ausgebauten Renault-Campingbus. Schon


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